Schachklub Lustenau 1921
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Der Läufer

vDer Läufer gehört - wie der Springer - zu den Leichtfiguren. Er ist drei Bauerneinheiten wert. Als Leichtfigur kann er - allein mit dem König - nicht mattsetzen. Das Läuferpaar hingegen kann ohne den König mattsetzen. Der Läufer hat in den verschiedenen Sprachen interessante Namen. Im Englischen heißt er bishop, was mit Bischof zu übersetzen ist, im Französischen fou, was Narr bedeutet. Im Spanischen und Italienischen hat er den arabischen Stamm am besten bewahrt und heißt alfil bzw. alfiere.

Zugmöglichkeiten des Läufers

Der Läufer zieht nur diagonal, das aber beliebig weit. Er ist die einzige Figur im Schachspiel, die ihre Feldfarbe nicht wechselt, man spricht deshalb vom weißfeldrigen bzw. schwarzfeldrigen Läufer.

Merkregeln für den Läufer

Für Läufer gilt in allen Fällen, nicht vor Mittelbauern stellen!

Läufer, die dir nicht behagen,
musst beizeiten du befragen:
Wird er jetzt den Springer schlagen,
oder lässt er sich verjagen?

Nach dem Einmaleins der Hexe
machen zweimal drei nicht sechse
sondern sieben, wirklich wahr,
soviel zählt ein Läuferpaar!

Ein Läufer hinter Bauernmauern
der ist als Häftling zu bedauern!
Kommt so ein Läufer wieder frei,
spielt er gern draußen Polizei!

Weiße Angriffsspieler lieben Läuferopfer auf h7.
Schön für Schwarz ist noch dabei: Gleiches gilt auf für h2!

Mit dem Läuferfianchetto hat man immer was in Petto.

        
        
        
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Der Läufer kann die orangefarbenen Felder in einem Zug erreichen, ohne geschlagen zu werden.